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BABY-BEDENKZEIT

Kooperationsprojekt von Kriz e.V. und dem Amt für Soziale Dienste

Das Konzept

"Babys sind nicht immer so süß wie sie aussehen!"

Das Projekt "Baby-Bedenk-Zeit Bremen"

Erstellt wurde das Konzept von Kriz e.V. in Kooperation mit dem Amt für Soziale Dienste. Ideengeber war das Programm "Baby think it over" aus den USA. Ein dort entwickelter Babysimulator ermöglicht es den Jugendlichen, einen realitätsnahen Alltag wie mit einem tatsächlichen Baby zu erleben. Dabei handelt es sich um lebensecht gestaltete Puppen, die gefüttert, gewickelt und beruhigt werden wollen, die glucksen, husten und aufstoßen können. Ein interner Computerchip zeichnet genau auf, ob das Baby gut versorgt oder vernachlässigt, grob behandelt oder gar misshandelt wird.

Die Babysimulatoren sind hervorragend für die Arbeit mit Jugendlichen geeignet. Sie ermöglichen eine ganzheitliche Erfahrung und bewirken durch eigenes Erleben eine nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Thema Elternschaft. Der "moralische Zeigefinger" erübrigt sich.

Es ist sinnvoll, Jugendliche zu ermutigen, darüber nachzudenken, was auf sie zukommt, wenn sie Eltern werden. Mit dem Babysimulator erleben sie, wie sich ihr komplettes Leben verändert und dass sie an ihre physischen und psychischen Grenzen gebracht werden.

Nach einer Präsentation vor interessierten Jugendlichen, LehrerInnen und PädagogInnen können sich sechs bis zwölf Jugendliche mit dem Einverständnis ihrer Eltern für vier Projekttage anmelden. Sie werden von zwei PädagogInnen begleitet. Am ersten Projektvormittag erhalten sie Tagebücher mit Arbeitsblättern und Fragebögen zum Thema Elternschaft. Danach werden die Babysimulatoren verteilt, die Technik und Handhabung erläutert. Beim "Standesamt" werden die von den Jugendlichen gewählten Namen sowie Gewicht und Größe der Babys in die Geburtsurkunden eingetragen. Anschließend werden Fotos gemacht und dann Fragen zur Versorgung, Gesundheit, Ernährung, Zuwendung und zu angemessenen Aufenthaltsorten für ein echtes Baby besprochen. Es findet an allen Projekttagen ein Erfahrungsaustausch statt. Wie ist es den Jugendlichen mit ihren Babys ergangen? Wie wurde die erste Nacht bewältigt?

Je nach Alter und Interesse der TeilnehmerInnen wird dann zu den Themen Verhütung, Sexualität, Liebe, Sehnsucht nach einem Kind, Schwangerschaft, Geburt, Lebensformen, Geschlechterrollen, Suchtmittel in der Schwangerschaft und Grenzen gearbeitet.
Der letzte Tag wird mit einem gemeinsamen Abschlussritual beendet.

Nach drei Wochen findet ein Abschlusstreffen mit allen TeilnehmerInnen statt. Im Mittelpunkt steht die Selbstreflexion der Jugendlichen und die Auswertung der Babysimulatoren sowie die Klärung noch offener Fragen.


Kriz - Bremer Zentrum für Jugendhilfe und Erwachsenenhilfe e.V.
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